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Biologie-Fernstudium
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Begriff

Kladistik

Kladistik ist eine Methode der Systematik, die Gruppen ausschließlich nach gemeinsam abgeleiteten Merkmalen bildet.

Die Kladistik ordnet Organismen in Klade, also Gruppen, die einen gemeinsamen Vorfahren und alle seine Nachkommen umfassen. Entscheidend sind abgeleitete Merkmale, die neu entstanden sind und an die Nachkommen weitergegeben wurden. Das Ergebnis wird als Kladogramm dargestellt.

Praxisbezug: Viele moderne Systematiken, etwa für Wirbeltiere oder Pflanzen, beruhen auf kladistischen Analysen. Die Methode verlangt, Merkmale sorgfältig auszuwählen, damit Konvergenzen nicht irreführen. Im Studium ist die Kladistik ein fester Bestandteil der Evolutionsbiologie.

Im Studium wird die Kladistik oft an Beispielen aus der Wirbeltierentwicklung geübt. Man lernt dabei, Merkmalsmatrizen aufzustellen, Gruppen zu identifizieren und Kladogramme zu interpretieren, was eine Grundlage für viele Forschungsarbeiten bildet.

Siehe auch

  • PhylogenesePhylogenese beschreibt die Entstehungsgeschichte und die Verwandtschaftsbeziehungen von Arten oder Gruppen.
  • HomologieHomologie bezeichnet Merkmale, die auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen, auch wenn ihre Funktion heute verschieden ist.
  • TaxonomieTaxonomie ist die Wissenschaft der Benennung und Einordnung von Lebewesen in ein hierarchisches System.
  • KonvergenzKonvergenz beschreibt die unabhängige Entstehung ähnlicher Merkmale bei nicht näher verwandten Arten.