Begriff
Apoptose
Apoptose ist der programmierte Zelltod, bei dem eine Zelle kontrolliert abgebaut wird, ohne Entzündung auszulösen.
Bei der Apoptose schrumpft die Zelle, die DNA wird zerschnitten und die Zelle zerfällt in membranumhüllte Bruchstücke. Fresszellen beseitigen diese Reste, ohne dass benachbartes Gewebe geschädigt wird. Apoptose ist für die Entwicklung von Organen und die Abwehr von Infektionen wichtig.
Praxisbezug: Während der Entwicklung des Embryos verschwindet Gewebe zwischen den Fingern durch Apoptose. Krebstherapien wirken oft, indem sie Apoptose in Tumorzellen auslösen. Im Studium wird Apoptose gern mit der Nekrose verglichen, dem ungeordneten Zelltod nach einer Verletzung.
Bleibt die Apoptose aus, können geschädigte Zellen überleben und sich unkontrolliert vermehren. Diese Störung wird in der Krebsforschung untersucht, weil sie eine zentrale Eigenschaft vieler Tumoren erklärt.
Siehe auch
- ZellzyklusDer Zellzyklus ist die geordnete Abfolge von Wachstum, DNA-Verdopplung und Teilung einer Zelle.
- ImmunsystemDas Immunsystem schützt den Organismus vor Krankheitserregern und entarteten Zellen durch angeborene und erworbene Abwehrmechanismen.
- ZelleDie Zelle ist die kleinste lebensfähige Einheit aller Organismen, begrenzt durch eine Membran und fähig zur Selbstvermehrung.
- MitoseMitose ist die Zellteilung, bei der aus einer Mutterzelle genetisch identische Tochterzellen entstehen.