Begriff
Endosymbiontentheorie
Die Endosymbiontentheorie erklärt die Entstehung von Mitochondrien und Chloroplasten aus früher aufgenommenen Bakterien.
Nach dieser Theorie wurden frühe Bakterien von größeren Zellen aufgenommen und lebten dauerhaft im Inneren weiter. Mitochondrien stammen von Alphaproteobakterien ab, Chloroplasten von Cyanobakterien. Hinweise darauf sind eigene DNA, bakterienähnliche Ribosomen und doppelte Membranen.
Praxisbezug: Der Befund wird durch Genvergleiche gestützt, die zeigen, dass viele Gene der Organellen heute im Zellkern liegen. Die Theorie gehört zu den wichtigsten Erklärungsmodellen der Zellevolution und taucht in Prüfungen regelmäßig auf.
Im Studium ist es hilfreich, die Theorie mit ihren Belegen zu verbinden: eigene DNA in den Organellen, Teilung unabhängig vom Zellzyklus und Ähnlichkeit zu freilebenden Bakterien. Diese Argumente bilden das Fundament der Theorie.
Siehe auch
- MitochondriumMitochondrien sind Zellorganellen mit eigener DNA, in denen der größte Teil des ATP erzeugt wird.
- EukaryotEukaryoten sind Organismen, deren Zellen einen von einer Kernhülle umschlossenen Zellkern und membranumhüllte Organellen besitzen.
- ProkaryotProkaryoten sind Organismen ohne Zellkern, deren Erbinformation frei im Zytoplasma liegt.
- EvolutionEvolution ist die Veränderung der Eigenschaften von Populationen über Generationen hinweg.