Begriff
Lipid
Lipide sind hydrophobe oder amphiphile Moleküle wie Fette, Phospholipide und Steroide, die Energie speichern oder Membranen bilden.
Lipide sind in Wasser kaum löslich und bestehen oft aus Fettsäuren und einem Glycerin- oder Steroidgerüst. Sie dienen als Energiespeicher, als Bestandteil der Zellmembran und als Ausgangsstoffe für Steroidhormone. Phospholipide bilden die Doppelschicht der Membran.
Praxisbezug: In der Ernährung unterscheidet man gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, die sich unterschiedlich auf den Stoffwechsel auswirken. Auch Arzneimittel werden nach ihrer Fettlöslichkeit beurteilt. Im Studium sind Lipide ein wichtiger Teil der Biochemie und Zellbiologie.
Lipide dienen auch als Signalmoleküle. Manche Fettsäuren wirken auf Entzündungsprozesse, und Steroidhormone steuern über Rezeptoren die Genaktivität. Diese Doppelrolle macht Lipide zu einem zentralen Thema in Physiologie und Pharmazie.
Siehe auch
- ZellmembranDie Zellmembran ist die selektiv durchlässige Hülle, die eine Zelle von ihrer Umgebung abgrenzt.
- OsmoseOsmose ist der Transport von Wasser durch eine semipermeable Membran von der verdünnten zur konzentrierten Lösung.
- KatabolismusKatabolismus ist der Abbau größerer Moleküle zu kleineren Bausteinen, bei dem Energie frei wird.
- AnabolismusAnabolismus ist der Aufbau komplexer Biomoleküle aus einfachen Bausteinen, der Energie verbraucht.