Begriff
Pathogen
Ein Pathogen ist ein Krankheitserreger, der einen Wirt schädigen kann, etwa Bakterien, Viren oder Pilze.
Pathogene können Krankheiten auslösen, indem sie Gewebe zerstören, Toxine freisetzen oder das Immunsystem überlasten. Nicht jeder Kontakt mit einem Erreger führt zu einer Infektion, denn Wirtsfaktoren und Abwehr entscheiden mit. Die Virulenz beschreibt, wie stark ein Pathogen krankmachen kann.
Praxisbezug: In Hygiene und Epidemiologie analysiert man, wie sich Pathogene verbreiten und welche Schutzmaßnahmen wirken. Antibiotika wirken nur gegen bakterielle Pathogene, nicht gegen Viren. Im Studium hilft die Einteilung in Gruppen, Behandlungsentscheidungen nachzuvollziehen.
Die Einordnung eines Organismus als Pathogen hängt vom Kontext ab. Viele Mikroorganismen sind im Körper harmlos oder sogar nützlich, werden unter bestimmten Bedingungen aber krankmachend. Dieses Verhalten nennt man opportunistisch.
Siehe auch
- ImmunsystemDas Immunsystem schützt den Organismus vor Krankheitserregern und entarteten Zellen durch angeborene und erworbene Abwehrmechanismen.
- AntigenEin Antigen ist ein molekulares Muster, das vom Immunsystem erkannt und mit einer Abwehrreaktion beantwortet wird.
- ParasitismusParasitismus ist eine Beziehung, bei der ein Organismus auf Kosten eines anderen lebt und diesem schadet.
- ProkaryotProkaryoten sind Organismen ohne Zellkern, deren Erbinformation frei im Zytoplasma liegt.