Begriff
Protein
Proteine sind Makromoleküle aus Aminosäureketten, die als Enzyme, Strukturelemente, Transporter oder Signalstoffe wirken.
Die Funktion eines Proteins ergibt sich aus seiner dreidimensionalen Faltung, die durch die Aminosäuresequenz bestimmt wird. Man unterscheidet Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärstruktur. Fehlgefaltete Proteine können Krankheiten auslösen, etwa bei neurodegenerativen Erkrankungen.
Praxisbezug: Proteinanalytik, etwa mit der Gelelektrophorese, gehört zum Standardrepertoire vieler Labore. Impfstoffe, Medikamente und Diagnostika basieren häufig auf Proteinen oder ihren Bausteinen. Wer die Beziehung zwischen Struktur und Funktion versteht, erklärt Enzyme und Rezeptoren anschaulicher.
Proteine lassen sich über Chromatografie oder Massenspektrometrie analysieren. Diese Verfahren bestimmen Masse, Zusammensetzung und Modifikationen und sind in Forschung und Diagnostik unverzichtbar, etwa bei der Suche nach Biomarkern.
Siehe auch
- AminosäureEine Aminosäure ist ein organisches Molekül mit Amino- und Carboxylgruppe, aus dem Proteine aufgebaut werden.
- EnzymEnzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen im Organismus beschleunigen, ohne dabei verbraucht zu werden.
- RibosomRibosomen sind Ribonukleoprotein-Komplexe, an denen die Proteinbiosynthese stattfindet.
- SignaltransduktionSignaltransduktion ist die Weiterleitung eines äußeren Reizes über Rezeptoren und Botenstoffe bis zur Antwort der Zelle.