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Biologie-Fernstudium
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Begriff

Signaltransduktion

Signaltransduktion ist die Weiterleitung eines äußeren Reizes über Rezeptoren und Botenstoffe bis zur Antwort der Zelle.

Ein Signal bindet an einen Rezeptor, der eine Kette von Reaktionen auslöst, oft über die Phosphorylierung von Proteinen. Dadurch verändert sich die Aktivität von Enzymen oder Genen im Zellkern. So reagiert eine Zelle etwa auf Hormone, Wachstumsfaktoren oder Licht.

Praxisbezug: Viele Krebstherapien zielen auf gestörte Signalwege, die Zellen zu unkontrolliertem Wachstum treiben. Auch die Wirkung vieler Arzneimittel beruht auf der Hemmung einzelner Schritte. Im Studium verknüpft die Signaltransduktion Zellbiologie, Physiologie und Pharmakologie.

Ein Signalweg kann durch Fehlregulation dauerhaft aktiv bleiben. In der Onkologie untersucht man solche Dauerschalter, weil sie ein Ansatzpunkt für gezielte Therapien sind. Das Verständnis der Signalkaskade hilft beim Erkennen dieser Ziele.

Siehe auch

  • HormonHormone sind chemische Botenstoffe, die über den Blutkreislauf Zielzellen erreichen und deren Aktivität verändern.
  • ProteinProteine sind Makromoleküle aus Aminosäureketten, die als Enzyme, Strukturelemente, Transporter oder Signalstoffe wirken.
  • ZellkernDer Zellkern ist das Kompartiment eukaryotischer Zellen, das die DNA umschließt und von einer Kernhülle begrenzt wird.
  • EnzymEnzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen im Organismus beschleunigen, ohne dabei verbraucht zu werden.