Begriff
Codon
Ein Codon ist ein Basentriplett der mRNA, das eine bestimmte Aminosäure oder ein Stoppsignal festlegt.
Der genetische Code ist weitgehend universell, und jedes Codon kodiert für eine Aminosäure, ein Startsignal oder ein Stoppsignal. Mehrere Codons können dieselbe Aminosäure bestimmen, was den Code redundant macht. Die Leserichtung verläuft vom Anfang bis zum Ende der mRNA.
Praxisbezug: Mutationen, die ein Codon verändern, wirken nicht immer, weil der Code redundant ist. Im Labor nutzt man Codontabellen, um aus einer Sequenz das passende Protein abzuleiten. Wer den genetischen Code beherrscht, versteht die Wirkung vieler Mutationen auf einen Blick.
Der Code lässt sich mit einer Tabelle nachvollziehen, was in Klausuren oft erlaubt ist. Wichtig ist, dass Startcodons die Translation einleiten, während Stoppcodons sie beenden. Ohne diese Signale würde kein sinnvolles Protein entstehen.
Siehe auch
- TranslationTranslation ist die Übersetzung einer mRNA-Sequenz in eine Aminosäurekette an den Ribosomen.
- AminosäureEine Aminosäure ist ein organisches Molekül mit Amino- und Carboxylgruppe, aus dem Proteine aufgebaut werden.
- MutationMutation ist eine dauerhafte Veränderung der Basenabfolge im Erbgut.
- RNARNA ist die Ribonukleinsäure, ein meist einzelsträngiges Molekül, das Informationen überträgt und Funktionen in der Zelle übernimmt.