Begriff
Mutation
Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der Basenabfolge im Erbgut.
Eine Mutation verändert die Sequenz der DNA und kann weitergegeben werden, wenn sie in Keimbahnzellen auftritt. Auslöser sind Replikationsfehler, Strahlung oder chemische Substanzen. Viele Mutationen bleiben ohne Wirkung, manche verändern ein Protein oder dessen Regulation.
Praxisbezug: Die Sichelzellanämie beruht auf einer einzelnen Punktmutation im Gen des Hämoglobins. In der Evolution liefern Mutationen das Rohmaterial, auf das die Selektion wirkt. Im Studium wird unterschieden zwischen Punktmutationen, Insertionen, Deletionen und Chromosomenmutationen.
Nicht jede Mutation ist schädlich. Manche verleihen Resistenz gegen Umwelteinflüsse oder Krankheitserreger. Entscheidend ist, ob die Veränderung die Funktion eines Gens betrifft und ob sie in Keimbahnzellen auftritt, damit sie vererbt wird.
Siehe auch
- ReplikationReplikation ist die originalgetreue Verdopplung der DNA vor jeder Zellteilung.
- GenEin Gen ist ein DNA-Abschnitt, der die Information für ein Genprodukt trägt, meist ein Protein oder eine RNA.
- EvolutionEvolution ist die Veränderung der Eigenschaften von Populationen über Generationen hinweg.
- GenomDas Genom ist die Gesamtheit der genetischen Information eines Organismus, einschließlich aller DNA-Abschnitte.