Begriff
Replikation
Replikation ist die originalgetreue Verdopplung der DNA vor jeder Zellteilung.
Bei der Replikation wird jeder DNA-Doppelstrang getrennt, und an jeden Einzelstrang wird ein komplementärer Partner synthetisiert. Das Enzym DNA-Polymerase arbeitet sehr genau und korrigiert viele Fehler selbst. So entstehen Doppelstränge, die jeweils eine alte und eine neue Hälfte enthalten.
Praxisbezug: Viele Medikamente gegen Viren hemmen gezielt die Replikation des viralen Erbguts, ohne die Replikation der menschlichen DNA stark zu stören. In der Molekularbiologie nutzt man die PCR, um Abschnitte der DNA im Reagenzglas zu vervielfältigen. Wer die Replikation versteht, erkennt das Prinzip dahinter sofort.
Ein häufiger Irrtum in Prüfungen ist die Annahme, die Replikation sei fehlerfrei. Tatsächlich passieren Fehler, doch Korrekturmechanismen der Enzyme reduzieren sie stark. Die verbleibenden Fehler bilden die Grundlage für Mutationen.
Siehe auch
- DNADNA ist die Desoxyribonukleinsäure, ein Doppelstrang aus Nukleotiden, der die genetische Information speichert.
- MutationMutation ist eine dauerhafte Veränderung der Basenabfolge im Erbgut.
- ZellzyklusDer Zellzyklus ist die geordnete Abfolge von Wachstum, DNA-Verdopplung und Teilung einer Zelle.
- EnzymEnzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen im Organismus beschleunigen, ohne dabei verbraucht zu werden.