Begriff
Genom
Das Genom ist die Gesamtheit der genetischen Information eines Organismus, einschließlich aller DNA-Abschnitte.
Das Genom umfasst kodierende und nicht kodierende DNA, einschließlich Genen, Regulationssequenzen und wiederholter Abschnitte. Bei Eukaryoten liegt der größte Teil im Zellkern, ein kleiner Teil in den Mitochondrien und in Chloroplasten. Das Genom bildet die Grundlage für Vererbung und Biologie einer Art.
Praxisbezug: Die Genomsequenzierung hat die Forschung in Medizin und Evolution stark verändert. Man vergleicht Genome verschiedener Arten, um Verwandtschaft und Anpassung zu untersuchen. Im Studium ist das Genom der Rahmen, in dem Gene, Chromosomen und Vererbung zusammenfinden.
Das Genom enthält auch Abschnitte, die viele Male wiederholt werden, etwa springende Gene. Sie können ihre Position verändern und so Mutationen oder neue Regulationsmuster auslösen. Die Analyse solcher Abschnitte gehört heute zur Grundausbildung in der Genetik.
Siehe auch
- GenEin Gen ist ein DNA-Abschnitt, der die Information für ein Genprodukt trägt, meist ein Protein oder eine RNA.
- ChromosomChromosomen sind die strukturellen Träger der Erbinformation, die aus DNA und Proteinen bestehen.
- DNADNA ist die Desoxyribonukleinsäure, ein Doppelstrang aus Nukleotiden, der die genetische Information speichert.
- MutationMutation ist eine dauerhafte Veränderung der Basenabfolge im Erbgut.