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Biologie-Fernstudium
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Begriff

Intron

Introns sind nicht kodierende Abschnitte eines Gens, die nach der Transkription aus der prä-mRNA herausgeschnitten werden.

Introns liegen zwischen den kodierenden Bereichen der Gene und werden beim Spleißen entfernt. Durch alternatives Spleißen können aus demselben Gen unterschiedliche Proteine entstehen. Die genaue Funktion vieler Introns ist noch Gegenstand der Forschung, manche regulieren die Genaktivität.

Praxisbezug: Mutationen an Spleißstellen können dazu führen, dass ein Gen nicht korrekt verarbeitet wird und ein fehlerhaftes Protein entsteht. Einige Erbkrankheiten sind auf solche Störungen zurückzuführen. Im Studium ist das Intron ein gutes Beispiel dafür, dass Gene komplexer sind, als ihre Proteinsequenz vermuten lässt.

Introns galten lange als funktionslos. Heute weiß man, dass sie Teile der Genregulation übernehmen können, etwa über regulatorische RNAs. Diese Erkenntnis hat das Bild vom Gen als reiner Proteinvorlage deutlich erweitert.

Siehe auch

  • ExonExons sind die kodierenden Abschnitte eines Gens, die nach dem Spleißen in der reifen mRNA verbleiben.
  • TranskriptionTranskription kopiert einen Genabschnitt der DNA in ein RNA-Molekül.
  • RNARNA ist die Ribonukleinsäure, ein meist einzelsträngiges Molekül, das Informationen überträgt und Funktionen in der Zelle übernimmt.
  • GenEin Gen ist ein DNA-Abschnitt, der die Information für ein Genprodukt trägt, meist ein Protein oder eine RNA.